Der Euro in der Praxis — Was hat sich geändert?
Der Euro wurde 1999 eingeführt und hat eine bewegte Geschichte hinter sich.
2008 bis 2015 — Die Schwächephase
Nach der Finanzkrise und der Staatsschuldenkrise war der Euro unter Druck. Griechenland, Spanien und Portugal hatten massive Probleme. Der Euro fiel bis 2012 auf unter 1,20 Dollar. Das war schlecht für Verbraucher, aber gut für Exporteure.
2015 bis 2020 — Lockerung und Erholung
Die EZB senkte Zinsen und startete Anleihekäufe. Das schwächte den Euro erst, dann erholte er sich. Von 2017 bis 2020 stieg der Euro konstant. Immer mehr Menschen vertrauten wieder in die Eurozone.
2022 — Russland-Krise und Zinssprünge
Der Krieg in der Ukraine schockierte die Märkte. Der Dollar wurde zur Fluchtanlage. Die EZB zog mit Zinserhöhungen nach, aber der Euro fiel bis unter 0,95 Dollar — zum ersten Mal seit 20 Jahren unter die Parität.
2024 bis 2026 — Stabilisierung
Der Euro stabilisierte sich wieder über 1,05 Dollar. Die EZB hielt die Zinsen relativ hoch. Deutschland bleibt exportorientiert, und der Euro profitiert von Vertrauen in europäische Stabilität.